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Wie Brettspiele unser Denken verändern und warum das mehr Menschen interessieren sollte

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Ein neuer Podcast, eine alte Leidenschaft


Mehr als 1.000 neue Brettspiele erscheinen jedes Jahr allein in Deutschland. Klingt verrückt? Ist es auch. Und genau das war einer der Gründe, warum ich meinen Podcast gestartet habe: unterm Spieltisch. Ein Podcast für alle, die denken: "Brettspiele? Das ist doch was für Kinder."


Spoiler: Ist es nicht.


In der ersten Folge gehe ich genau diesen Vorurteilen auf den Grund. Du findest die Folge auf Spotify und PodcastAddict. Und in diesem Artikel bekommst du schon einen kleinen Vorgeschmack darauf, warum Brettspiele mehr sind als ein Zeitvertreib. Sie sind Kultur, Bildung, Therapie und Teambuilding in einem.



Spielen ist nicht gleich Spielen


Wenn ich Menschen erzähle, dass ich beruflich mit Brettspielen arbeite, kommen oft Reaktionen wie: "Ach ja, das haben wir früher mit den Kindern gemacht" oder "Meinst du sowas wie Mensch ärgere dich nicht?"

Ja, das ist auch ein Brettspiel. Aber seitdem ist viel passiert. Spätestens mit dem Spiel Catan (früher "Die Siedler von Catan") hat sich das Genre massiv weiterentwickelt. Catan* gilt als der Startschuss der modernen Brettspielszene. Und diese Szene boomt.



Catan: Ein sogenanntes Eurogameⁱ, das Strategie, Planung und Interaktion vereint – zugänglich gestaltet, aber mit Tiefe.


Eurogame: Ein Brettspiel-Stil, bei dem strategisches Denken im Vordergrund steht, Glückselemente gering sind und alle Spieler bis zum Ende mitspielen.




Warum ausgerechnet jetzt?


Wir leben im digitalen Zeitalter, sind dauererreichbar, ständig unter Strom. Und genau deshalb erleben analoge Spiele gerade einen riesigen Boom.


Warum?

  • Weil sie entschleunigen.

  • Weil sie echte Gespräche fördern.

  • Weil sie Menschen an einen Tisch bringen.

  • Weil sie ein Gegengewicht zur Bildschirmzeit bieten.


Studien zeigen: Menschen sehnen sich nach echter Verbindung, nicht nach noch einem Zoom-Meeting. Und genau das schaffen Brettspiele. Sie sind die analoge Antwort auf digitale Reizüberflutung.



Spielen macht klüger und gesünder


Klingt vielleicht übertrieben, ist aber wissenschaftlich belegt:


  • Spielen senkt Stresshormone und schüttet Glückshormone aus

  • Stärkt die Konzentration, besonders bei älteren Menschen

  • Fördert soziale Kompetenzen wie Kommunikation, Kooperation und Empathie


In der ersten Folge von unterm Spieltisch gehe ich auf genau diese Aspekte ein und zeige, warum Brettspiele mehr können, als man ihnen oft zutraut.



Mythos: Spielen ist nur was für Kinder


Ein kurzer Blick in die Geschichte zeigt: Das war nicht immer so. Früher waren Brettspiele Unterhaltung für Erwachsene – von strategischen Denkspielen bis zu Gesellschaftsspielen in gehobenen Salons. Erst in den 60ern verlagerte sich der Markt auf Kinder. Doch heute kehrt sich der Trend wieder um.

Spielen ist für alle.

Und das zeigt sich auch wirtschaftlich: Der Umsatz mit Brettspielen hat sich in Deutschland von 2014 bis 2020 fast verdoppelt. Weltweit wird der Markt bis 2032 auf 28 Milliarden Euro geschätzt. Und dabei geht es nicht nur um Kinderzimmer, sondern um Teamabende, Workshops, Therapie, Bildung und Altersheime.



Spielen als Bildung


Brettspiele vermitteln mehr als Wissen. Sie trainieren Fähigkeiten, die im 21. Jahrhundert gefragt sind:

  • Kreativität: neue Lösungen finden

  • Kritisches Denken: Strategien entwickeln

  • Kommunikation: Regeln erklären, gemeinsam Entscheidungen treffen

  • Kollaboration: als Team arbeiten


Diese sogenannten 4K-Kompetenzen⁲ werden nicht durch Frontalunterricht gefördert, sondern durch echtes Erleben – genau das passiert am Spieltisch.

4K-Kompetenzen: Die vier Schlüsselfähigkeiten für Bildung im 21. Jahrhundert: Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration.




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Brettspiele als Kulturerbe


Ein Meilenstein: Im März 2025 wurden Brettspiele offiziell in das immaterielle Kulturerbe Deutschlands aufgenommen.

Die UNESCO begründet: Brettspiele stiften Gemeinschaft, vermitteln Wissen und fördern den Austausch zwischen Generationen.

Das heißt: Spielen ist kein belangloser Zeitvertreib. Es ist gelebte Kultur.



Warum du jetzt einsteigen solltest


Gerade für Pädagog:innen und Unternehmen, die neue Wege der Zusammenarbeit, Kreativität oder Stressbewältigung suchen, bieten Brettspiele eine spannende Möglichkeit.

Und genau darum geht es in meinem Podcast unterm Spieltisch. In kurzen, informativen und unterhaltsamen Folgen zeige ich, was hinter den Schachteln steckt – für alle, die keine Spielenerds sind, aber neugierig auf neue Perspektiven.



FAQ: Häufige Fragen zum Thema Brettspiele und Wirkung


1. Warum sollte ich als Erwachsener Brettspiele spielen? Weil sie Stress reduzieren, soziale Verbindungen fördern und kognitive Fähigkeiten stärken.


2. Was bringt Spielen im Unternehmen? Brettspiele können Teamarbeit verbessern, Kommunikation fördern und kreative Prozesse anstoßen.


3. Welche Spiele eignen sich für Erwachsene ohne Spielerfahrung? Einfache, kooperative oder kommunikative Spiele wie Just One, Codenames oder Zug um Zug.


4. Ist Spielen nicht reine Zeitverschwendung? Im Gegenteil: Spielen fördert wichtige Schlüsselkompetenzen und bringt Menschen zusammen.


5. Welche Rolle spielt Spielen in der Bildung? Brettspiele trainieren Kompetenzen wie Problemlösung, Kommunikation und soziale Intelligenz.


6. Wie wirkt sich Spielen auf die mentale Gesundheit aus? Spielen kann Stress abbauen, Glücksgefühle auslösen und das Demenzrisiko senken.


7. Ist das Thema wissenschaftlich belegt? Ja. Zahlreiche Studien zeigen die positiven Effekte von Brettspielen auf Psyche, Gehirn und Sozialverhalten.


8. Wo finde ich mehr Infos dazu? In meinem Podcast unterm Spieltisch teile ich genau diese Inhalte, kompakt und verständlich erklärt.



Lass uns spielen, ernsthaft!


Brettspiele sind mehr als Kinderspaß. Sie sind soziales Training, Gehirnjogging, Kulturerlebnis und Entspannungsritual zugleich. Sie verbinden Menschen, regen zum Denken an und machen einfach Spaß.

Wenn du jetzt neugierig bist, hör gern mal in meinen Podcast rein. Unterm Spieltisch findest du auf Spotify und PodcastAddict.

Lass uns gemeinsam entdecken, was alles in Brettspielen steckt. Auch für Nicht-Nerds.





 
 
 

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